Krankheit und Leid stellen uns oft auf eine harte Probe: Ein schwerer Unfall, ein Schlaganfall oder eine unheilbare Krankheit führen schmerzhaft vor Augen, wie begrenzt und endlich das menschliche Leben ist. In solchen Situationen brauchen Menschen nicht nur medizinische Hilfe, sondern besonderen Zuspruch, Beistand und Trost.

Gott wendet sich den Kranken besonders zu und steht ihnen bei. Im Sakrament der Krankensalbung wird seine heilende Nähe gegenwärtig. Der Glaube kann keine Krankheiten erklären und die Krankensalbung ist keine Wundermedizin. Aber: Sie schenkt Beruhigung, Ermutigung und Kraft und richtet den Kranken auf.

Krankensalbung ist Lebenshilfe

Die Kraft des Glaubens setzt dem Zweifel, der Angst und dem Nichtverstehen angesichts einer schweren Krankheit ein Hoffnungszeichen entgegen. Die Krankensalbung ist in diesem Sinne echte Lebenshilfe. Früher wurde das Sakrament als “Letzte Ölung” verstanden, die erst in unmittelbarer Todesgefahr gespendet wurde. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) hat demgegenüber wieder die ursprüngliche Bedeutung herausgestellt: Krankensalbung als Sakrament des Lebens. Um diesen Aspekt zu stärken, wird der Begriff “Letzte Ölung” heute nicht mehr für das Sakrament verwendet.

Gebet und Salbung

Die Krankensalbung zählt zu den frühesten Heilszeichen des Christentums. Schon im Jakobusbrief des Neuen Testaments wird das Sakrament den Gläubigen empfohlen: “Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.” (Jak 5,14-15)

Die Krankensalbung wird auf Wunsch eines Schwerkranken oder vor einer schweren Operation gespendet. Auch Kinder können die Krankensalbung empfangen, wenn sie alt genug sind, das Geschehen zu verstehen. Selbst wenn der Patient nicht mehr voll bei Bewusstsein ist oder im Koma liegt, darf das Sakrament gespendet werden. Verstorbenen darf die Krankensalbung nicht gespendet werden. Auch Angehörige oder Freunde können darum bitten, wenn sie wissen, dass der Kranke dies wünscht. Die Krankensalbung wird im Rahmen eines Wortgottesdienstes gefeiert, entweder für einen einzelnen oder für eine Gruppe von Kranken. Die Feier kann zu Hause, in der Kirche oder im Krankenhaus stattfinden. Das Sakrament der Krankensalbung kann im Laufe eines Lebens mehrfach empfangen werden.

Symbole der Krankensalbung

Handauflegung

Der Priester legt dem Kranken die Hand auf. Diese Geste der Berührung und Nähe ist ein Zeichen des Schutzes und des Segens Gottes.

Salbung mit Öl

Öle wurden schon früh als natürliche Heilmittel genutzt. Bei der Krankensalbung wird ein eigens dafür geweihtes Öl verwendet. Die Weihe macht deutlich, dass das Öl in den Dienst Gottes genommen und nicht medizinisch verwendet wird. Der Priester salbt mit dem Öl die Stirn, eventuell auch andere Körperstellen des Kranken, und spricht dabei die Worte:

“Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf. Amen.”

Quelle: Stefanie Uphues, Bistum Münster (Referat Katechese)

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