Am 2. Dezember 1906 wurde der Mecklenbecker Friedhof geweiht. Das war ein wichtiges Datum für die Entwicklung des Selbstbewusstseins in dem Stadtteil. Die Menschen wollten ihre Angehörigen vor Ort in geweihter Erde bestatten können. Heute, mehr als hundert Jahre später, ändert sich die Bestattungskultur. Die Ortsverbundenheit geht zurück und Nachkommen leben anderswo. Der demografische Wandel führt zum Erlöschen ganzer Familien. Das hat Auswirkungen auf die Art und Weise der Grabpflege.

Unser Friedhof ist ein christlich-katholischer, aber offen für alle. Viele Menschen glauben heute nicht an eine Auferstehung von den Toten. Unsere Hoffnung bieten wir Andersgläubigen an als Hintergrund, vor dem sie ihre Trauer bewältigen können. Wir glauben, dass Gott niemanden vergisst. Er kennt uns und ruft uns bei unserem Namen. Jeder ist persönlich und namentlich gewollt. Deshalb lassen wir keine anonyme Bestattung zu. Anonym heißt ja namenlos. Niemand soll namenlos werden. Vor dem Hintergrund des christlichen Glaubens wäre das eine Verletzung der menschlichen Würde. Jeder bleibt eine unverwechselbare Person, auch wenn er stirbt. Das ist unsere Hoffnung. Auf manchen alten Friedhöfen steht noch der Spruch: „Mors porta vitae!“ Der Tod ist das Tor zum (ewigen) Leben. Unsere Verstorbenen sind nicht weg, sie sind nur vorläufig nicht sichtbar. Wer das glaubt, betritt die geweihte Erde des Friedhofs mit einem anderen Bewusstsein und manchmal auch mit einem anderen und versöhnteren Gefühl.

Pfr. Christian Schmitt

Anfahrt und Lage

Der Mecklenbecker Friedhof ist mit dem PKW über den Dingängerweg zu erreichen. Vom Dingbängerweg fahren Sie der Beschilderung folgend durch das kleine Wohngebiet am Vorholtweg zum Friedhof.
Für Navigationsgeräte gilt folgende Zieleingabe: Vorholtweg 40, 48163 Münster.

Sie können den Friedhof auch mit der Buslinie 10 erreichen. Diese hält nahe des Friedhofs der Haltestelle „Altenroxel Friedhof“.

Informationen zum Friedhof

Der Friedhof in Münster-Mecklenbeck steht im Eigentum der kath. Kirchengemeinde St. Liudger. Die Gemeinden St. Anna und St. Stephanus verwalten die Friedhof und nutzen ihn. Dazugehörig sind die beiden evangelischen Gemeinden Johannes und Jakobus.
Folgende Grabstätten können wir anbieten: Familiengräber, Familientiefengräber und Urnengräber. In Planung sind Rasenreihengräber für Sargbestattungen. Die Ruhezeit beträgt 30 Jahre.
Der Nutzungsberechtigte hat dafür zu sorgen, dass das Grab spätestens 6 Wochen nach der Beisetzung würdig herzurichten ist.
Bis zum Ablauf der Ruhefrist muss das Grab ordnungsgemäß in Stand gehalten werden. Das Grab kann auch in Pflege gegeben werden.
Für die Gemeindemitglieder gilt die derzeitige Gebührenordnung, für die nicht im Pfarrgebiet Wohnenden berechnen wir einen Aufschlag von 50 % auf die Gesamtrechnung.

Chronologie des Friedhofs in Mecklenbeck

  • 02.12.1906 – Einweihung des Friedhofs
  • 1943 – Fertigstellung der Umgestaltung des Eingangs vom Dingbängerweg
  • 1968 – Ankauf der nördlichen Erweiterung durch St. Stephanus
  • 1971 – Einweihung der neuen Friedhofskapelle an Allerheiligen
  • 1974 – Fertigstellung des großen Aluminiumkreuzes
  • 1990 – Erwerb der westlichen Erweiterungsfläche
  • 1994 – Neugestaltung des Eingangsbereiches
  • 2005 – Umgestaltung der Friedhofskapelle (Einweihung Allerheiligen)

Ansprechpartner

Mecklenbeck

Pfarrbüro Mecklenbeck

Agnes Steinriede

Dingbängerweg 61
48163 Münster

Tel. 0251 27600050
Fax 0251 276000519

E-Mail-Kontakt | Öffnungszeiten

Aaseestadt

Pfarrbüro Aaseestadt

Raphaela Endres

Stephanuskirchplatz 4
48151 Münster

Tel. 0251 73523
Fax 0251 72090

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