Die Firmung gehört zu den Initiationssakramenten, ist also ebenso wie Taufe und Eucharistie (Erstkommunion) ein Sakrament der Eingliederung in die katholische Gemeinschaft. Die Firmung gilt als “Sakrament der Mündigkeit”. Am Übergang zum Erwachsenenalter spendet der Bischof oder ein von ihm eigens beauftragter Priester das Sakrament.

Voraussetzung der Firmung

Erste Voraussetzung der Firmung ist die Taufe. Da das Firmsakrament aber nicht umsonst als Sakrament der Mündigkeit bezeichnet wird, müssen die Firmwilligen selbst darum bitten. Als Zeichen ihrer Bereitschaft zur Firmung wird erwartet, dass sie eine Zeit der Vorbereitung durchlaufen, während der sie sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen.

Der Weihbischof Dr. Stefan Zekorn bei der FirmfeierVollendung der Taufe

In der Firmung wird die bedingungslose Annahme und Liebe Gottes, die ein Mensch bereits in der Taufe erfahren hat, bekräftigt. Bei der Taufe haben die Eltern stellvertretend für ihr Kind “Ja” zum Glauben gesagt. Bei der Firmung ist die eigene, ganz persönliche Entscheidung gefordert. Die Heranwachsenden werden aufgenommen in den Kreis der erwachsenen und mündigen Christen. Die Firmung wird deshalb auch als Vollendung der Taufe verstanden. Die Taufe legt den Grundstein des Christseins, die Firmung baut darauf auf, vertieft und entfaltet den Glauben. Die Erneuerung des Taufversprechens ist daher wesentlicher Bestandteil der Firmung.

Gabe und Aufgabe

Das Wort “Firmung” leitet sich von dem lateinischen Wort “confirmare” ab, das übersetzt “festmachen, bestätigen” bedeutet. Gemeint ist zweierlei: Der Heilige Geist bestärkt und ermutigt die jungen Christen, in Wort und Tat den christlichen Glauben in der Welt zu bezeugen. Umgekehrt bekräftigen die Firmlinge durch ihr öffentliches Glaubensbekenntnis vor dem Bischof und der Gemeinde ihren Wunsch, der Kirche zuzugehören.

Kraft des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist hat immer schon Öffentlichkeit bewirkt. Mit ihm begann das öffentliche Wirken Jesu bei seiner Taufe am Jordan (Mk 1,10-11: Er sah, “dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.”) wie auch der Apostel (Apg 2,4: “Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.”).

Auch die Gefirmten sollen öffentlich wirken. Der Heilige Geist ermutigt und stärkt sie, teilzuhaben am öffentlichen Auftrag der Kirche und mitzuwirken am Aufbau einer menschlichen Gesellschaft. Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Wirkung des Firmsakraments wie folgt beschrieben. Die jungen Christen werden durch das Firmsakrament “vollkommener der Kirche verbunden und mit einer besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet. So sind sie in strengerer Weise verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen.” (Konzilskonstitution Lumen Gentium 11)

Übrigens: Bei der Erwachsenentaufe empfangen die Neugetauften, wie es bereits in der frühen Kirche üblich war, die Firmung und die Erstkommunion gleich im Anschluss an die Taufe. Dies macht den engen Zusammenhang der drei Initiationssakramente Taufe, Firmung und Eucharistie besonders deutlich.

Symbole der Firmung

Handauflegung

Der Bischof legt jedem Einzelnen die Hand auf den Kopf und zeichnet mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn. Dabei spricht er die Worte:

“Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!”

Die Handauflegung symbolisiert den Empfang des Heiligen Geistes und ist ein Zeichen der Segnung und der Beauftragung. Gott beansprucht den Christen und sagt ihm zugleich seinen Schutz zu. Die Geste des Handauflegens findet sich auch bei der Beauftragung zum Priester oder Diakon wieder.


Chrisam-GefäßSalbung mit Chrisam

Die Salbung mit Chrisam besiegelt das Leben und die Zugehörigkeit zu Christus und ist ein besonderes Zeichen der Beauftragung. Der Name des Öls weist auf Christus selbst hin (Christus = “der Gesalbte”). Immer dort, wo mit Chrisam gesalbt wird, ist Christus gegenwärtig. Chrisam ist ein besonders duftendes Öl, das auch bei anderen kirchlichen Feiern (zum Beispiel Taufe, Weihe) genutzt wird. Schon das Alte Testament kennt die Salbung von Königen, Priestern und Propheten.


Firmpate

Der Pate / die Patin legt dem Firmling während der Handauflegung und Salbung des Bischofs die rechte Hand auf die Schulter. Wie der Taufpate hat auch er die Aufgabe, den Firmling in seiner christlichen Lebensführung zu begleiten und zu unterstützen. Für diese Aufgabe muss der Firmpate selbst getauft und gefirmt sein und die Eucharistie empfangen haben. Der Firmpate muss ebenfalls das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Das Wort “Pate” leitet sich von dem lateinischen Begriff pater spiritualis beziehungsweise patrinus ab, was so viel wie “geistlicher Vater” bedeutet.

Quelle: Stefanie Uphues, Bistum Münster (Referat Katechese)

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