Liebe Gemeinde!

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“ Was im Kinderspiel leicht und unbeschwert entdeckt wird, kann als Grundgegebenheit des Menschseins verstanden werden. Jede und jeder hat eine eigene Perspektive, sieht die Welt mit anderen Augen, nimmt Unterschiedliches in den Blick und betrachtet – bildlich gesprochen – das Leben durch eine andere Brille. Das kann die reine Freude sein: „Wie schön, dass es andere Sichtweisen gibt!“ Und es kann eine Last sein: wenn sich in Konflikten die Perspektiven nicht versöhnen lassen, ich mich der Sichtweise einer anderen Person nicht anschließen mag oder mich angesichts verletzender Verabsolutierungen zum Widerspruch herausgefordert sehe. Gesellschaftlich wie kirchlich, persönlich wie institutionell ist das „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ herausfordernd: Meine eigene Perspektive ist ergänzungsbedürftig und im Streit mit anderen Positionen ergänzungsfähig – und gerade darin wird sie in ihrer Einzigartigkeit gewürdigt. Es ist eine lebenslange Übungsaufgabe, freimütig und entschieden Zeugnis von der eigenen Sichtweise zu geben und in der Begegnung mit anderen diese Perspektive relativieren zu lassen. In einem Gebet im Messbuch heißt es: „Jedem von uns hast du verschiedene Gaben gegeben. Keinem gabst du alles, keinem Nichts. Jedem gibst du einen Teil. Hilf, dass wir uns nicht zerstreiten, sondern einander dienen mit dem, was du einem jeden zum Nutzen aller gibst.“ Ich möchte dieses Gebet gerne auf die Sichtweisen übertragen: „Jedem Menschen hast du eine eigene Sicht geschenkt. Keiner sieht alles, keiner nichts. Jede und jeder sieht etwas. Hilf uns, dass wir uns nicht zerstreiten, sondern einander mit dem dienen, was du einen jeden, eine jede zum Nutzen aller sehen lässt.“

Siegfried Kleymann

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