Liebe Gemeinde!
Mein Gott passt in jede Hosentasche. Das ist sehr praktisch. Ich kann ihn rausholen, wenn ich ihn brauche, z. B. wenn ich traurig bin, damit er mich tröstet. Danach verschwindet er wieder. Wenn ich mich einsam fühle, nehme ich ihn wieder zur Hand. Er hat mir ja versprochen, immer bei mir zu sein und mich zu lieben. Wenn andere über Gott herziehen oder die Menschen über Gläubige lachen, macht mir das nichts aus. Es sieht ja keiner, dass er in meiner Hosentasche ist. Doch, ist der Gott der Bibel nicht viel größer? Er ist doch der Schöpfer der Welt. Er tut Wunder. Er hat sogar den Tod besiegt. Genau mit dieser Frage beschäftigt sich der Liturgieausschuss von St. Stephanus in der Fastenzeit und versucht, Antworten darauf zu finden. Seine These lautet: Gott größer denken – unsere Gedanken über Gott sind zu menschlich. Am zweiten, dritten und vierten Fastensonntag werden die Mitglieder versuchen, der Größe Gottes auf die Spur zu kommen. Die Überschriften lauten: 2. Fastensonntag: Sich an der Vision des Göttlichen festzumachen gibt dem Alltag Richtung! 3. Fastensonntag: Es bedeutet Rettung, sich das lebendige Wasser schenken zu lassen! 4. Fastensonntag: An Gott zu glauben, heißt zu sehen! Die biblischen Texte der Sonntage bieten die Grundlage, die Größe Gottes zu entdecken. Wer sich mit auf die Entdeckungsreise begeben möchte, ist herzlich zur Mitfeier der Gottesdienste eingeladen. Oder es ist ein Impuls, den man in der bevorstehenden österlichen Bußzeit bedenken kann. Wer weiß, vielleicht sind bald die Hosentaschen zu klein, um Gott darin eine Heimat zu geben …
Eine gesegnete und besinnliche Fastenzeit wünscht der Liturgieausschuss von St. Stephanus










