Liebe Gemeinde!
Mitten in der Fastenzeit, der Zeit der Umkehr und Vorbereitung auf Ostern, steht dieser Sonntag mit einem überraschenden Namen: „Laetare – Freut euch!“ Ein Sonntag, der das Dunkel nicht überspielt, aber sagt: Das Licht wird stärker. Ostern kommt. Im Evangelium begegnet uns heute der von Geburt an blinde Mann. Jemand, der sein Leben lang nur Dunkel kannte und der keine Chance hatte, selbst Licht zu sehen. Und dann begegnet ihm Jesus. Dieser stellt ihm keine Diagnose. Er sucht keine Schuld. Er bestreicht die Augen des Blindgeborenen mit einem Teig und sagt: „Geh und wasch dich im Teich Schiloach.“ Und der Mann geht, noch blind und macht den Schritt, bevor er etwas sehen kann. Und mitten auf diesem Weg geschieht es: Sehen. Licht. Ein Neubeginn. Dieser Sonntag lädt uns ein, genau diesen Mut zu haben: Schritte zu gehen, obwohl wir noch nicht alles erkennen. Ostern schon jetzt zu erwarten, obwohl manches noch dunkel ist. Zu glauben, dass Gott auch in uns ein neues Sehen wachsen lassen kann. Dieser Tag ist ein kleiner Lichtblick, der uns sagt, dass wir nicht jetzt schon alles sehen müssen, dass wir vertrauen dürfen. Denn Gott ist schon bei uns, er wird auch uns die Augen öffnen für das Gute und die Hoffnung, die kommt. Für Ostern, das näher ist, als wir denken. Laetare, freue dich!
Wünscht Ihnen Ihre Pastoralreferentin Claudia Wonka









