Liebe Gemeinde!
Die Erstkommunionvorbereitung hat begonnen. In unseren Kirchen sind noch die Kirchenführungen für die Kommunionkinder installiert und in St. Stephanus starten wir an diesem Wochenende mit dem ersten Glaubenstag und dem Familiengottesdienst, In St. Ludgerus und in St. Pantaleon starten wir ein Wochenende später. Was geschieht eigentlich in der Vorbereitung? Ich bekomme von treuen Gemeindemitgliedern oft gesagt: Das ist ja keine richtige Vorbereitung, die sieht man nach der Erstkommunion gar nicht mehr. Die können ja nicht einmal das Vater unser. Unser Augenmerk ist darauf ausgerichtet, dass die Kinder und ihre Familien eine Zeit erleben, in der Jesus mit seiner Botschaft und der Glaube an Gott zum Thema in den Familien wird. Wir kennen es doch alle und ertappen uns vielleicht sogar selbst dabei, wenn wir ehrlich sind: Gott, Jesus und der Glaube sind selten Gesprächsinhalte. Jan Loffeld hat es sehr anschaulich mit seinem Buchtitel benannt: Wenn nichts mehr fehlt, wo Gott fehlt. Lange Zeit in meinem Berufsleben hieß es immer wieder, wir müssen es in der Pastoral nur gut machen, dann wird die Sehnsucht nach Gott geweckt, dann kommen die Menschen wieder in die Kirche. Doch es ist empirisch nachgewiesen: Diese Sehnsucht ist nicht in jedem Menschen grundgelegt. Das ist ein Trugschluss. Was man allerdings inzwischen weiß, ist, dass Menschen, die wieder einen Zugang zum Glauben finden, auf Basics zurückgreifen, die sie im Kindesalter gehört haben. Ganz selten findet jemand ohne diese grundlegenden Erfahrungen zu Beginn des Lebens den Weg zu Gott. Frei nach dem Motto: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Deswegen ist es uns so wichtig, in dieser prägenden Kinderzeit diese Grundlagen zu legen. Deswegen stecken wir viele Ressourcen in die Erstkommunionvorbereitung und die religionspädagogische Arbeit in den KiTas. Das erscheint uns absolut sinnvoll und es macht uns eine große Freude, mit den Kindern über Gott und den Glauben zu sprechen, weil wir spüren, dass sie zu begeistern sind, offen sind und viele Fragen haben, die sonst niemand mehr beantworten kann; oft auch nicht mehr die Eltern oder Großeltern. Wir säen, wachsen lässt jemand anderes. Ich schaue voller Vorfreude in die bevorstehende Zeit und freue mich über jede Begegnung mit Kindern, in denen Jesus, Gott und der Glaube zur Sprache kommen. Und das wünsche ich allen, dass Sie diese Freude auch im Evangelium und im Feiern des Gottesdienstes erleben.
Eine freudenvolle Woche wünschet Ihnen Ihre Pastoralreferentin Angela Bulitta










